CASA

Bits, Bytes und Bildgeschichten

Eine vierteilige Comicreihe übersetz komplexe Forschung zu IT-Sicherheit in unterhaltsame Abenteuer
Teaser:
Ein Exzellenzcluster mit vier hochkomplexen Forschungsbereichen, eine Zielgruppe mit begrenzter Aufmerksamkeitsspanne: Für CASA entwickelten wir eine Comicreihe, die Spitzenforschung zur Cybersicherheit visuell übersetzt. Tierische Protagonisten navigieren durch Kryptographie, Hardware-Angriffe und Systemsicherheit und machen dabei abstrakte Algorithmen zu greifbaren Abenteuern.
Team:
Niels Jansen
Niels Jansen
Foresight & Partizipation
Hannah Schrage
Hannah Schrage
Design & Illustration
Dorota Orlof
Dorota Orlof
Design & Illustration
Lilli Kirchmann
Lilli Kirchmann
Infografik & Kommunikationsdesign
Yasemin Cakir
Yasemin Cakir
Kommunikationsdesign
Wenn Spitzenforschung auf Kommunikationshürden trifft

Das Exzellenzcluster CASA erforscht Cybersicherheit gegen großangelegte Angreifer – ein Thema von nationaler Tragweite. Doch wie vermittelt man Post-Quanten-Kryptographie oder Seitenkanalangriffe jenseits des Fachpublikums? Besonders schwierig: IT-Sicherheit ist ein unsichtbarer Prozess. Anders als Biologie oder Physik fehlen greifbare Objekte oder sichtbare Phänomene. Der Auftrag von CASA war daher bewusst ambitioniert: Entwickelt ein Format, das komplexe Algorithmen und abstrakte Bedrohungen für technikinteressierte Laien verständlich macht, ohne die wissenschaftliche Präzision zu verwässern. Eine klassische Gratwanderung zwischen Vereinfachung und Substanz.

Vier Welten, vier Protagonisten, unendlich viele Einsichten

Wir schufen vier eigenständige Comic-Universen: Fuchs Whitfield schnüffelt sich durch kryptographische Geheimnisse, Biber Paul erforscht die Unterwasserwelt der Hardware-Sicherheit, Häsin Betty hoppelt durch Systemsicherheit und Chamäleon Maggie tarnt sich in der Welt der Benutzerfreundlichkeit. Jeder Comic behandelt drei "Research Challenges" des jeweiligen CASA-Hubs durch eine durchgehende Abenteuererzählung. Das Besondere: Jede Geschichte funktioniert eigenständig, während ein durchgängiges visuelles System und eine einheitliche Informationsarchitektur die Reihe zusammenhält. Ergänzt werden die Narrative durch präzise Wiki-Einträge, aktuelle Real-Life-Beispiele und direkte Verknüpfungen zu wissenschaftlichen Publikationen.
Metaphern als Erkenntnismaschinen
Abstrakte Prozesse brauchen konkrete Bilder. Wir entwickelten ein System visueller Metaphern: Seitenkanalangriffe werden zu trojanischen Seepferdchen, aus denen kleine Sabotage-Krabben schlüpfen. Das TOR-Netzwerk verwandelt sich in Zwiebelschichten. Diese bildlichen Übertragungen sind nicht nur illustrativ, sondern funktional: Sie schaffen mentale Modelle, die das Verständnis komplexer Systeme erleichtern. Besonders herausfordernd war die Balance zwischen kreativer Freiheit und fachlicher Korrektheit. Jede Metapher musste mit den Forschenden abgestimmt werden, um Verzerrungen zu vermeiden.
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Kollaborative Kreation als Erfolgsfaktor

Der Entstehungsprozess war ein intensiver Dialog zwischen zwei Welten: präziser Wissenschaft und narrativer Kreativität. Die CASA-Forschenden lieferten nicht nur Inhalte, sondern wurden zu Mitgestaltern der Geschichten. Über gemeinsame Online-Boards entstanden die Comics in iterativen Zyklen von Skizze, Feedback, Überarbeitung und Verfeinerung. Diese Ko-Kreation garantierte sowohl die fachliche Substanz als auch die erzählerische Qualität. Entscheidend war die Koordinationsrolle auf CASA-Seite: Eine engagierte Kommunikationsmanagerin moderierte zwischen den verschiedenen Forschungsgruppen und schuf klare Entscheidungsstrukturen.

Kernthemen
The Secrets of Hub A and the Traces of the Cookies
S1
The Secrets of Hub A and the Traces of the Cookies
  • Post-Quantum-Kryptographie (quantencomputerresistente Verschlüsselung)
  • Kryptographie gegen Massenüberwachung mit beweisbarer Sicherheit
  • Datenschutz bei Big-Data-Verarbeitung in der Cloud
  • Sichere Routing-Verfahren für anonyme Kommunikation
S2
A Deep Dive Into Hub B and the Swirl of Embedded Security
  • Hardware-Trojaner und Platform Trojans (manipulierte Mikrochips)
  • Physical-Layer Security (physikalische Signale als Sicherheitsprimitive)
  • Seitenkanalangriffe und Gegenmaßnahmen
  • Next-Generation Implementation Security (Schutz vor physischen Angriffen)
S3
What’s the Fuzz About Hub C and the Missing Carrots?
  • Fuzzing und automatisierte Schwachstellenerkennung
  • Sichere Programmierparadigmen und Systemdesign
  • Adversarial Examples und maschinelles Lernen in der Sicherheit
  • Deep Fakes und deren Erkennung
  • Nachträgliche Sicherheitsimplementierung in bestehende Systeme
S4
Hub D and the Rumble in the Jungle of Usability
  • Security by Design und Privacy by Design
  • Psychologie der Cybersicherheit (menschliches Verhalten integrieren)
  • User Experience für Sicherheitsanwendungen
  • Entwicklerfreundliche Sicherheitstools
  • Nutzerführung bei sicherheitskritischen Entscheidungen

The Secrets of Hub A and the Traces of the Cookies

Kernthemen:
1
Post-Quantum-Kryptographie (quantencomputerresistente Verschlüsselung)
2
Kryptographie gegen Massenüberwachung mit beweisbarer Sicherheit
3
Datenschutz bei Big-Data-Verarbeitung in der Cloud
4
Sichere Routing-Verfahren für anonyme Kommunikation

A Deep Dive Into Hub B and the Swirl of Embedded Security

Kernthemen:
1
Hardware-Trojaner und Platform Trojans (manipulierte Mikrochips)
2
Physical-Layer Security (physikalische Signale als Sicherheitsprimitive)
3
Seitenkanalangriffe und Gegenmaßnahmen
4
Next-Generation Implementation Security (Schutz vor physischen Angriffen)
Q&A
Q1
Wie verhindert man bei Wissenschaftscomics die Banalisierung komplexer Inhalte?
Durch mehrschichtige Informationsarchitekturen. Wir trennen narrative Zugänge von fachlicher Tiefe: Die Comic-Geschichte schafft emotionale Anknüpfung, präzise Wiki-Kästen liefern Definitionen und Verlinkungen zu Originalquellen ermöglichen Vertiefung. Entscheidend ist die enge Abstimmung mit Fachexperten in allen Entwicklungsphasen.
Q2
Warum Tiercharaktere?
Sie lösen kognitive Barrieren auf. Technische Themen wirken oft einschüchternd, Tiere schaffen emotionale Brücken. Zudem bieten sie narrative Flexibilität: Mit einem Biber kann man buchstäblich in Hardware-Tiefen abtauchen, ohne realistische Grenzen beachten zu müssen.
Q3
Welche Rolle spielt Ko-Kreation bei solchen Projekten?
Sie ist essentiell, aber herausfordernd. Wissenschaftler denken in anderen Kategorien als Kreative. Erfolgreiche Ko-Kreation braucht strukturierte Prozesse, klare Rollen und dedizierte Moderation. Bei CASA funktionierte das über gemeinsame Online-Arbeitsräume und regelmäßige Abstimmungsrunden mit der Kommunikationsmanagerin als Schnittstelle.
Q4
Was sind die typischen Stolpersteine bei Comic-Projekten für komplexe Themen?
Inhaltsdichte versus Seitenbegrenzung ist die größte Herausforderung. Komplexe Themen brauchen Erklärungsraum, Comics leben von visueller Leichtigkeit. Lösungsansätze: Auslagerung von Details in Zusatzmodule, konsequente Priorisierung der Kernbotschaften und frühzeitige Festlegung inhaltlicher Grenzen.
Lassen Sie uns Ihre Ideen in die Tat umsetzen