CASA – Exzellenzcluster an der Ruhr-Universität Bochum

Bits, Bytes und Bildgeschichten

Eine vierteilige Comicreihe übersetzt komplexe IT-Sicherheitsforschung in unterhaltsame Abenteuer mit tierischen Protagonisten

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Was haben ein keksliebender Fuchs, ein baufreudiger Biber und eine Häsin mit verschwundenen Karotten gemeinsam? Sie alle tauchen ein in die faszinierende Welt digitaler Sicherheit! Für den Exzellenzcluster CASA an der Ruhr-Universität Bochum entwickelten wir eine vierteilige Comicreihe, die hochkomplexe IT-Sicherheitsforschung durch anschauliche Geschichten vermittelt. Unsere Comics verwandeln Seiten Quellcode in lebendige Abenteuer – und nehmen Lesende mit auf eine Reise, die Wissen vermittelt und Begeisterung für Zukunftstechnologien weckt.

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Die Herausforderung
Von Nullen und Einsen zu tierischen Geschichten
IT-Sicherheit ist ein entscheidendes Zukunftsthema – doch für viele bleibt das Feld mit seinen abstrakten Begriffen und unsichtbaren Prozessen unzugänglich. Genau hier setzte der Auftrag des Exzellenzclusters CASA an: Wie macht man komplexe Cybersicherheitsforschung für ein breiteres Publikum verständlich? Wie weckt man Interesse bei jungen Menschen für dieses Feld? Die Antwort fanden wir in der Kraft des visuellen Storytellings.

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Editorial Design

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Illustration

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Deliverables

Konkret geliefert

In enger Zusammenarbeit mit den CASA-Forschenden entstand eine vierteilige Comicreihe: Fuchs Whitfield schnüffelt in der Kryptographie, Biber Paul taucht tief in die Hardware-Sicherheit, Häsin Betty hoppelt durch sichere Systeme und Chamäleon Maggie erkundet Fragen der Benutzerfreundlichkeit. Jeder Comic kombiniert spannende Storys mit einem «CASA-Wiki» für Fachbegriffe, Real-Life-Beispielen und Verweisen auf wissenschaftliche Publikationen.
1

Narratives Konzept und Charakterentwicklung

Entwicklung von vier tierischen Protagonisten mit individuellen Backstorys, Rahmenhandlungen und einer durchgehenden Serienlogik. Jede Figur verkörpert die Eigenheiten ihres Forschungsbereichs und funktioniert als Identifikationsfigur für die Zielgruppe.
2

Illustration und visuelles Metaphernsystem

Vollständige Comicillustration über vier Hefte mit einem einheitlichen visuellen Stil, der Zugänglichkeit und Ernsthaftigkeit verbindet. Entwicklung eines Bildrepertoires aus visuellen Metaphern für abstrakte Konzepte wie Hardware-Trojaner oder Anonymisierungsnetzwerke.
3

Redaktion und wissenschaftliche Textübersetzung

Erstellung aller Textelemente: Dialoge, Sprechblasentexte, CASA-Wiki-Einträge und Real-Life-Stories in enger Abstimmung mit den Forschenden. Entwicklung für zwei Sprachen (Englisch und Deutsch) mit gleichzeitiger wissenschaftlicher Präzision und narrativer Leichtigkeit.
4

Editorial Design und Druckproduktion

Vollständiges Seitenlayout für vier Einzelhefte, druckfertig aufbereitet für mehrere Auflagen. Parallel dazu Umsetzung digitaler Flipbook-Versionen sowie Anpassung der Dateien für den Schulbetrieb als Klassensatz.
Learnings
Thematische Deep Dives
Zwei zentrale strategische Entscheidungen haben das Projekt geprägt: die Kraft der visuellen Metapher und das mehrschichtige Storytelling für vielfältige Zielgruppen.

Die Macht der visuellen Metapher

Unsere Mission war es, unsichtbare Code-Zeilen in Bilder zu übersetzen. Trojanische Seepferdchen verbildlichen Hardware-Manipulation, Zwiebelschichten verdeutlichen das TOR-Netzwerk, murmelnde Krabben stellen Angreifer dar. Diese visuellen Metaphern schaffen mentale Anker für die Leser. Die Balance zwischen fachlicher Präzision und erzählerischer Freiheit gelang nur durch den intensiven Dialog mit den Forschenden im kollaborativen Co-Kreationsprozess.

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Mehrschichtiges Storytelling für vielfältige Zielgruppen

Ein wesentliches Merkmal der Comics liegt in ihrem geschichteten Aufbau: Die Haupterzählung dient als niedrigschwelliger Einstieg, das CASA-Wiki klärt Fachbegriffe, die Real-Life-Stories zeigen die Relevanz im Alltag, wissenschaftliche Referenzen schaffen Brücken zur Fachwelt. So funktionieren die Comics auf mehreren Ebenen – als unterhaltsamer Einstieg, als Lernmaterial und als Tor zur wissenschaftlichen Community.

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Was das Projekt bewirkt

Digitale Abenteuer mit nachhaltigem Einfluss

Die CASA-Comics haben sich als wirksames Instrument der Wissenschaftskommunikation erwiesen. Die anfängliche Auflage war schnell vergriffen und musste nachgedruckt werden. Schulen nutzen die Comics in Klassensätzen. Der Deutsche Bildungsserver listet sie als Ressource für IT-Sicherheitsbildung. Für die Forschenden selbst sind die Hefte ein visuelles Werkzeug, um Fachgespräche zu starten und komplexe Themen nahbar zu machen.

Fragen, Fragen, Fragen

In jedem Projekt sammeln wir Fragen, mit denen wir uns im Laufe der Entwicklung auseinandergesetzt haben. Die richtigen Fragen können das Projekt auf die nächste Stufe heben.
Q&A
Q1
Wie übersetzt man hochkomplexe IT-Sicherheitsthemen in verständliche Comics, ohne zu stark zu vereinfachen?
Die Kunst liegt in der visuellen Metapher und dem mehrschichtigen Aufbau. Wir übersetzen abstrakte Konzepte in bildhafte Szenarien – etwa Seitenkanalangriffe als trojanische Seepferdchen – und ergänzen diese um das CASA-Wiki mit Fachbegriffen. Die enge Zusammenarbeit mit den Forschenden stellt sicher, dass die Comics trotz ihrer Leichtigkeit fachlich fundiert bleiben.
Q2
Warum Tiere als Protagonist:innen?
Tiere bieten eine universelle Identifikationsfläche und brechen die Ernsthaftigkeit der Thematik auf. Sie lösen das Thema aus dem rein technischen Bereich und schaffen emotionale Anknüpfungspunkte. Zudem erlaubt die Tiermetaphorik, Charaktereigenschaften mit den Forschungsfeldern zu verbinden – wie den neugierigen Fuchs für kryptographisches Spurenlesen oder den baufreudigen Biber für Systemsicherheit.
Q3
Wie misst man den Erfolg von wissenschaftlichen Comics?
Erfolg zeigt sich auf mehreren Ebenen: quantitativ durch Nachdrucke, Downloadraten und pädagogische Nutzung, qualitativ durch Feedback von Lesern und Forschenden. Besonders wertvoll ist die aktive Nutzung durch die Wissenschaftler selbst. Die Aufnahme in den Deutschen Bildungsserver bestätigt den didaktischen Wert.
Q4
Welche Rolle spielt der kollaborative Prozess mit den Forschenden?
Der Dialog mit den Wissenschaftlern ist das Herzstück. Die Forschenden liefern die Inhalte und Konzepte, wir übersetzen sie in visuelle Geschichten. Durch iterative Feedbackschleifen entsteht ein Endprodukt, das wissenschaftliche Präzision und kreative Vermittlung vereint.
Q5
Was macht visuelle Darstellung so effektiv für die Vermittlung komplexer Sachverhalte?
Bilder erschaffen mentale Anker im Gedächtnis. Wenn wir etwa das Tor-Netzwerk als Zwiebelschichten darstellen, wird ein unsichtbarer Prozess plötzlich greifbar. Zudem spricht die Kombination aus Bild und Text verschiedene Lerntypen an und erhöht die Verarbeitungstiefe des Stoffes.
Q6
Wie bewahrt man die Balance zwischen Unterhaltung und wissenschaftlicher Substanz?
Die Balance entsteht durch ein Wechselspiel von erzählerischen Elementen und fachlichen Inhalten. Entscheidend ist die mehrschichtige Struktur: Hauptnarrative für Zugänglichkeit, Wiki für Fachbegriffe, Real-Life-Examples für Relevanz. Der Humor fungiert als Brücke – er macht komplexe Inhalte nahbar, ohne sie zu trivialisieren.
Lust auf einen Kaffee und ein gutes Gespräch?
Team
Lilli Kirchmann
Lilli Kirchmann
Infografik & Kommunikationsdesign
Hannah Schrage
Hannah Schrage
Design & Illustration
Dorota Orlof
Dorota Orlof
Design & Illustration
Yasemin Cakir
Yasemin Cakir
Kommunikationsdesign
Niels Jansen
Niels Jansen
Foresight & Partizipation
Infos
Kunde
Friedrich-Ebert-Stiftung
Jahr
2025
Leistungen im Projekt
Comics & Illustration
Wissenschaftskommunikation
Storytelling
Editorial Design
Content Creation
Co-Design
Links
Veröffentlichung
Verlag