BDEW: Kommunikationsoffensive für Verteilnetzbetreiber – Infografiken, Erklärvideo und Workshops

Das unsichtbare Rückgrat der Energiewende

Verteilnetzbetreiber sind das Rückgrat der deutschen Stromversorgung. Trotzdem kennt sie kaum jemand. Der BDEW beauftragte Ellery Studio mit einer umfassenden Kommunikationsoffensive: modulares Infografiksystem, Erklärvideo und strategische Workshops für 800 Netzbetreiber im Wandel.

Wenn kritische Infrastruktur unsichtbar bleibt: Deutschland hat eines der stabilsten Stromnetze der Welt. Genau das ist das Problem. Verteilnetzbetreiber bleiben unsichtbar, obwohl sie 80 Prozent der Netzinfrastruktur betreiben. Die Energiewende ändert ihre Rolle fundamental: Aus Verteilern werden Koordinatoren dezentraler Erzeugung. Windparks, Solaranlagen, Batteriespeicher, Rechenzentren – alles muss ans Netz, alles muss gesteuert werden, alles kostet Geld. Der BDEW erkannte: Ohne Kommunikationsarbeit würden weder Politik noch Öffentlichkeit verstehen, warum lokale Netze jetzt Milliarden brauchen.

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Die Herausforderung
Wie erklärt man 800 verschiedenen Akteuren ihre eigene Bedeutung?
Von Ein-Personen-Betrieben bis zu großen Stadtwerken: Wie vermittelt man Gemeinderäten und Bürgermeistern, warum lokale Stromnetze plötzlich Milliardeninvestitionen brauchen? Der BDEW stand vor dieser doppelten Herausforderung. Ellery entwickelte Kommunikationswerkzeuge, die sowohl intern als Orientierung dienen als auch extern Verständnis schaffen – von der Baum-Metapher bis zum modularen Infografiksystem.
Infografiksystem
Infografiken
Erklärvideo
Workshop
Strategieworkshop
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Deliverables

Von der Wurzel bis zur Krone: Stromsystem neu erklärt

Unsere zentrale Erkenntnis: Man kann Verteilnetze nicht erklären, ohne das gesamte Stromsystem zu erklären. Wir entwickelten eine Baum-Metapher, die intuitiv funktioniert. Wurzeln sind Kraftwerke, der Stamm ist das Übertragungsnetz, die Äste sind Verteilnetze. Von dieser Grundstruktur ausgehend bauten wir ein modulares Infografiksystem, das beliebig erweiterbar ist.
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Modulares Infografiksystem

Sieben thematische Infografiken auf Basis eines einheitlichen Verteilnetz-Templates. Zeigt das Stromsystem als Baum, erklärt Rollen von VNBs und vertieft Themen wie Rechenzentren, Batteriespeicher und Smart Meter. Beliebig erweiterbar für künftige Themen.
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Erklärvideo "Der Weg des Stroms"

2,5-minütiger Film, der vom Stromverbrauch im Privathaushalt ausgeht und entlang der Baum-Metapher das System erklärt. Charmante Illustration, niedrige Einstiegshürde, als Serienauftakt konzipiert. Für Social Media, Gemeindeversammlungen und Lobbyarbeit einsetzbar.
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Strategische Workshop-Session

Ganztägiger Orientierungsworkshop mit allen Stakeholdern der DSO 2.0-Gruppe. Erarbeitete Kernbotschaften, priorisierte Zielgruppen, identifizierte Kommunikationsbedarfe. Schuf inhaltliches Fundament für alle weiteren Deliverables.
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Übersichtsgrafik der fünf Kernforderungen

Keine klassische Infografik, sondern illustrierte Zusammenfassung der wichtigsten VNB-Themen. Für Präsentationen vor Gemeinderäten, in politischen Gesprächen oder als Gesprächseinstieg konzipiert.
Learnings
Thematische Deep Dives

Die Baum-Metapher als strukturelles Rückgrat

Komplexe Systeme brauchen einfache Bilder. Beim Stromnetz versagen viele Metaphern, weil sie entweder zu technisch oder zu simpel sind. Unsere Baum-Metapher funktioniert, weil sie drei Ebenen gleichzeitig abbildet: räumliche Logik, hierarchische Struktur und organisches Wachstum. Wurzeln liegen tief, Kraftwerke auch. Der Stamm transportiert zentral, wie das Übertragungsnetz. Äste verzweigen sich lokal, wie Verteilnetze. Die Metapher erlaubt es, sowohl das alte System zu erklären als auch den Wandel: Dezentralisierung bedeutet, dass die Äste nicht mehr nur empfangen, sondern auch produzieren.

Modulare Systeme für diverse Stakeholder-Gruppen

Verbandsarbeit bedeutet, viele Interessen unter einen Hut zu bringen. 800 Verteilnetzbetreiber, von Ein-Personen-Betrieben bis zu großen Stadtwerken, müssen dasselbe Material nutzen können. Unser modulares Infografiksystem löst dieses Problem strukturell: Ein einheitliches Template dient als Basis, in das verschiedene Themen eingefügt werden. Rechenzentren werden nur dort gezeigt, wo sie relevant sind. Die visuelle Konsistenz bleibt, der Inhalt variiert. Das ermöglicht Skalierung: Neue Themen können schnell integriert werden, ohne das System neu zu erfinden.

Was das Projekt bewirkt

Sichtbarkeit für die unsichtbare Infrastruktur

Das Projekt schafft, was vorher fehlte: eine visuelle Sprache für Akteure, die sich nie erklären mussten. Verteilnetzbetreiber können jetzt gegenüber lokaler Politik argumentieren, warum Netzausbau wichtig ist. Der BDEW hat Lobbyarbeit-Material, das auch für Nicht-Experten funktioniert. Das modulare System bedeutet, dass künftige Themen schnell integriert werden können. Strategisch entscheidend: Wir haben nicht nur erklärt, was VNBs machen, sondern warum sie für die Energiewende unverzichtbar sind.

Fragen, Fragen, Fragen

In jedem Projekt sammeln wir Fragen, mit denen wir uns im Laufe der Entwicklung auseinandergesetzt haben.
Q&A
Q1
Was macht eine gute Infografik aus, wenn das Thema so komplex ist?
Eine gute Infografik reduziert, ohne zu vereinfachen. Sie braucht eine zentrale Metapher, die trägt, und visuelle Hierarchie, die auch bei flüchtigem Blick funktioniert. Bei technischen Themen ist es entscheidend, Einstiegspunkte zu schaffen, die an Bekanntes anknüpfen. Unsere Baum-Metapher funktioniert, weil jeder Bäume kennt.
Q2
Wie geht man mit sehr heterogenen Zielgruppen um?
Modularität ist der Schlüssel. Verschiedene Akteure brauchen unterschiedliche Vertiefungen, aber eine gemeinsame Grundlage. Wir haben ein flexibles System entwickelt, das von Gemeinderäten bis zu Bundespolitikern skaliert. Jeder kann sich das herauspicken, was relevant ist, ohne dass die Gesamtlogik bricht.
Q3
Warum ist ein Workshop am Anfang so wichtig?
Weil Kunden oft tiefer im Thema stecken, als ihnen bewusst ist. Ein Workshop zwingt dazu, das Selbstverständliche zu formulieren. Genau dort liegen die Kommunikationsansätze. Ohne diesen gemeinsamen Reflexionsprozess würden wir nur an der Oberfläche kratzen. Der Workshop schafft außerdem Alignment bei Gruppen mit vielen Stakeholdern.
Q4
Geht es auch weniger verspielt?
Absolut. Unser Ansatz war bewusst zugänglich, weil das Thema sonst abschreckend wirkt. Aber das System funktioniert auch nüchterner, wenn gewünscht. Die Struktur bleibt dieselbe, die Tonalität ist anpassbar. Entscheidend ist, dass die visuelle Logik klar bleibt.
Q5
Wie vermittelt man Dringlichkeit, ohne in Alarmismus zu verfallen?
Indem man zeigt, was auf dem Spiel steht, ohne zu dramatisieren. Die Energiewende ist Fakt, nicht Meinung. Verteilnetze müssen angepasst werden, sonst funktioniert sie nicht. Diese Sachlogik reicht oft schon. Unsere Kommunikation setzt auf Verständnis, nicht auf Angst. Wer versteht, warum etwas wichtig ist, braucht keine Panik.
Q6
Was sind die wichtigsten Zutaten für Kommunikation in Verbänden?
Klare Rollen, ein starkes Fundament am Anfang und Flexibilität für individuelle Bedürfnisse. Verbandsarbeit bedeutet viele Stimmen, aber eine Botschaft. Unser Workshop half, Konsens zu finden. Das modulare System erlaubt dann Individualität innerhalb einer gemeinsamen Struktur. Wichtig ist auch, den Verband selbst als Träger zu stärken, nicht nur einzelne Mitglieder zu bedienen.
Lust auf einen Kaffee und ein gutes Gespräch?
Team
Lilli Kirchmann
Lilli Kirchmann
Infografik & Kommunikationsdesign
Hannah Schrage
Hannah Schrage
Design & Illustration
Dorota Orlof
Dorota Orlof
Design & Illustration
Yasemin Cakir
Yasemin Cakir
Kommunikationsdesign
Niels Jansen
Niels Jansen
Foresight & Partizipation
Infos
Kunde
BDEW – Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
Jahr
2024
Leistungen im Projekt
Strategieworkshop
Illustration
Infografiken
Erklärvideo
Animation
Kommunikationsstrategie
Links
Auftraggeber