Wissenschaft & Medien

ENGAGE: Die Energiewende braucht soziale Innovation

Wie partizipative Methoden technische Lösungen um menschliche Perspektiven bereichern.

Unsere Workshop-Reihe für das ENGAGE-Projekt führt 48 Energiewende-Expert:innen durch einen kreativen Design Sprint Prozess, der überrascht und verbindet. Am Ende stehen nicht nur elf Ansätze für soziale Innovationen, sondern ein Netzwerk, das die Energiewende voranbringt  – von lokalen Lösungen bis zu systemischen Veränderungen.

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Die Herausforderung

Partizipation als Erfolgsfaktor der Transformation

Die technischen Voraussetzungen für die Energiewende sind geschaffen. Was fehlt, ist die gesellschaftliche Beteiligung. Das ENGAGE-Projekt des IKEM erforscht soziale Innovationen als Schlüssel für eine partizipative Transformation. Unsere Aufgabe: Drei Innovationsworkshops konzipieren und durchführen, die Energiewende-Experten vernetzen und gemeinsam neue Beteiligungsformen entwickeln.
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Ergebnis und Leistungen

Wie Co-Kreation zwischen Forschenden und Journalisten gelingt

Durch die Verbindung von partizipativem Design und strategischer Kommunikation schaffen wir einen Rahmen, in dem echte Co-Kreation stattfindet. Die Ergebnisse sprechen für sich: Von Podcasts über interaktive Plattformen bis zu Citizen-Science-Initiativen entstehen Medienprojekte, die neue Maßstäbe setzen. Unser modulares Konzept aus analogen sowie digitalen Workshopformaten, informellen Begegnungsräumen und strukturierten Kollaborationsphasen ermöglicht eine komplexe internationale Zusammenarbeit.
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Drei thematische Innovationsworkshops

Eintägige Formate mit 12-19 Teilnehmenden zu Engagementmöglichkeiten, sozialen Innovationen und gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung.
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Methodischer Entwicklungsprozess

Iterative Weiterentwicklung von Gallery Walks mit Gamification-Elementen, Design Sprint-Komponenten und KI-gestützten Visualisierungen. Jeder Workshop baute auf Erkenntnissen des vorherigen auf.
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Vernetzungsplattform für Energiewende-Akteure

Systematische Zusammenführung von Experten aus Forschung, Praxis, Gründungsszene und aktivistischen Bereichen.
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Digitale Erfahrungswelten

Aufbau und Betreuung komplexer virtueller Umgebungen mit verschiedenen Orten für Interaktion, von informellen Netzwerkräumen bis zu Arbeitsplätzen speziell für fokussierte Kollaboration.

Was das Projekt bewirkt

Aus Teilnehmenden werden Botschafter

Das ComLab schafft nachhaltige Verbindungen zwischen zwei Welten, die oft zu wenig miteinander sprechen. Für Forschende entsteht ein neues Verständnis dafür, wie ihre Arbeit gesellschaftlich relevant verbreitet werden kann und Journalisten erhalten Zugang zu Spitzenforschung und lernen, komplexe Themen fundiert aufzubereiten. Die entstehenden Medienprojekte erreichen neue Zielgruppen und tragen substanziell zu einer informierten Öffentlichkeit bei. Gleichzeitig werden die Teilnehmenden zu Botschaftern für eine ambitionierte Wissenschaftskommunikation.
Tandem-Arbeit als Innovationstreiber
Die gezielte Kombination von Forschenden mit Journalisten schafft eine einzigartige Dynamik. Wissenschaftler sind oft in ihrer Fachsprache gefangen, Medienschaffende können komplexe Inhalte für unterschiedliche Zielgruppen aufbereiten. Diese Spannung wird durch gezielte Moderation produktiv nutzbar. Ellery schafft dabei strukturierte Räume für den Austausch und unterstützt beide Seiten dabei, ihre jeweiligen Stärken zu erkennen und gemeinsam zu nutzen. Das Ergebnis geht über reine Wissenschaftskommunikation und klassischen Journalismus hinaus – es entstehen neue Formen der Wissensvermittlung.

Thematische Schwerpunkte und Inhaltsarchitektur

Workshop 1: Engagementmöglichkeiten und Vernetzung
Der erste Workshop legte den Grundstein für das Verständnis sozialer Innovationen in der Energiewende. Die Teilnehmenden erkundeten das breite Spektrum existierender Beteiligungsmöglichkeiten und reflektierten deren Zugänglichkeit für verschiedene Zielgruppen. Besonders wirkungsvoll war das Format "News from the Future", das positive Zukunftsvisionen für die Energiewende 2030 entwickelte und so einen lösungsorientierten Rahmen schuf.
Workshop 2: Soziale Innovationen systematisch entwickeln
Der zweite Workshop vertiefte die methodische Auseinandersetzung mit sozialen Innovationen. Hier kamen erstmals die Ideen-Canvas zum Einsatz – großformatige Poster, die eine systematische Entwicklung neuer Ansätze ermöglichten. Die Teilnehmenden arbeiteten in Kleingruppen an konkreten Innovationsvorhaben und erhielten Unterstützung durch KI-gestützte Visualisierungen ihrer Ideen.
Workshop 3: Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
Der dritte Workshop fokussierte auf ein hochaktuelles Spezialthema: die praktische Umsetzung gemeinschaftlicher Gebäudeversorgung. Herausfordernd war der Zeitpunkt nur eine Woche nach Verabschiedung des Solarpakets I, wodurch viele rechtliche und praktische Fragen noch ungeklärt waren. Diese Unsicherheit führte paradoxerweise zu besonders kreativen und innovativen Lösungsansätzen.

Q&A

Häufige Fragen

Q&A
Q1
Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Forschenden und Journalisten erfolgreich?
Der Schlüssel liegt im gegenseitigen Respekt und der Bereitschaft, voneinander zu lernen. Forschende müssen verstehen, dass gute Kommunikation nicht Vereinfachung bedeutet, sondern Übersetzung. Journalisten wiederum profitieren davon, wenn sie die Denkweise und Arbeitsweise der Wissenschaft verstehen.
Q2
Warum ist Zukunftsorientierung in der Wissenschaftskommunikation wichtig?
Wissenschaft beschäftigt sich immer auch mit dem, was kommen könnte. Wenn wir nur über aktuelle Forschungsergebnisse berichten, verpassen wir die Chance, Menschen für die Gestaltung der Zukunft zu begeistern. Zukunftsdenken macht Wissenschaft relevant und handlungsorientiert.
Q3
Welche Rolle spielt Design in der Wissenschaftskommunikation?
Design ist ein Werkzeug für Verständlichkeit und Zugänglichkeit. Durch gute Gestaltung werden komplexe Inhalte nahbar und prägen sich ein. Im ComLab nutzen wir Design strategisch als Instrument, um Brücken zwischen verschiedenen Wissenskulturen zu bauen.
Q4
Wie misst man den Erfolg solcher Formate?
Erfolg zeigt sich nicht nur in Klickzahlen oder Preisen. Wichtiger sind die langfristigen Verbindungen, die entstehen, die Veränderung der Kommunikationspraxis bei den Teilnehmenden und die gesellschaftliche Wirkung der entwickelten Projekte. Das ComLab schafft ein Netzwerk von Menschen, die Wissenschaftskommunikation anders denken.
Q5
Was braucht es für internationale Kollaboration in der digitalen Welt?
Kulturelle Sensibilität, technische Kompetenz und vor allem Geduld. Verschiedene Zeitzonen, Sprachen und Arbeitsweisen erfordern flexible Formate und eine durchdachte Orchestrierung. Der Aufwand lohnt sich, weil globale Herausforderungen von globalen Perspektiven in der Kommunikation profitieren.
Team
Lilli Kirchmann
Lilli Kirchmann
Infografik & Kommunikationsdesign
Hannah Schrage
Hannah Schrage
Design & Illustration
Dorota Orlof
Dorota Orlof
Design & Illustration
Yasemin Cakir
Yasemin Cakir
Kommunikationsdesign
Niels Jansen
Niels Jansen
Foresight & Partizipation
Infos
Kunde
BAuA
Jahr
2024
Leistungen im Projekt
Szenario-Workshops
Zukunftsforschung
Workshop-Moderation
Forschungsbericht
Fachartikel